Der süße Brei

Autor: Brüder Grimm, 7. Auflage, Göttingen 1857
Sprecher: Sebastian Knabe
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Größe: 5,70 MB
Länge: 6:14 min
empfohlenes Alter: ab 3 Jahren
Musik: Martha Johanna Knabe stimmt mit Harfe und Gesang das Märchen ein und läßt es auch ausklingen. In der berührenden Musik ist die Dynamik des Märchens nachempfunden.

Zum Inhalt:
Der süße Brei ist ein ganz kurzes, farbenfrohes Märchen, welches sich für die allerkleinsten Kinder eignet. Auch siebenjährige können daran noch ihre Freude haben, wenn man es entsprechend stärker mit Gestik und Mimik unterstreicht.

Für Kinder gesprochen!
Ich lese die Märchen bewußt für Kinder vor. Am auffälligsten ist sicher, daß das Sprechtempo sehr langsam ist. Für die Ohren von Erwachsenen ist es vielleicht zu langsam und wirkt einschläfernd - denn wir sind gerne in Eile (Zeit ist Geld) und gerne wach. Kinder haben diesen Anspruch noch nicht. Sie wollen zuhören und eintauchen. Dafür braucht es viel Zeit und Ruhe. Vor allem wollen und sollen Kinder nicht nur mit ihrem Verstand, sondern auch mit ihrem Herzen zuhören. Das Kinderherz braucht ein Minimum an stimmungsvoller Umgebung und vor allem Zeit. Diese Zeit gebe ich mit meiner Sprache, so können im Innern Bilder entstehen und die Seele ernähren. Dazu kommt natürlich noch, daß eine langsame Sprache das Kind auch beruhigt und entspannt.
Es gibt ja inzwischen eine unüberschaubare Menge von Hörbüchern und Audios auch für Märchen. Ich habe mich trotzdem entschlossen, selbst vorzulesen, weil ich die Vorleseart anderer Sprecher einfach nicht schön fand. Beispielsweise ist mir die Stimmlage sehr wichtig. Ich verstelle meine Stimme nicht, wenn ich mit Kindern spreche. Ich habe es selbst als Kind schon nicht gemocht und mag es jetzt als Berufspädagoge immer noch nicht, wenn beim Vorlesen die Stimmhöhe nach oben geht, weil der sprechende damit hofft, freundlicher oder verständlicher zu wirken. Also habe ich versucht, die Märchen genau so vorzulesen, wie ich es in der Schule auch mache.
Selbstverständlich sind die Märchen nicht mit Geräuschen und sonstigen "Untermalungen" aufgenommen. Es mag als Hörspiel für Erwachsene interessant sein - für Kinder ist insbesondere im Kindergartenalter jedes Gebimmel und Gebammel innerhalb eines Märches völlig überflüssig. Das mitschwingende Herz des Kindes braucht keine Geräusche und keine überzogenen Stimmfarben, weil es ja mit seiner Phantasie selbst tätig werden will. Das ist in etwa vergleichbar, als würde man einem Kind, welches malen will, Stifte und ein bemaltes Blatt Papier geben, damit es etwas Schönes hat. Das Kind wird sich nicht darüber freuen, egal, wie schön das Bild ist, denn es möchte selbst malen. Und genauso möchte es auch selbst in sich die Figuren und Wesenheiten eines Märchens entstehen lassen. Mehr zum Thema: Märchen erzählen.

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Ihr Sebastian Knabe











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