Elternbericht aus dem Schuljahr 06 / 07

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Wir wünschen jedem Kind ein Jahr Sonnenklasse

Bericht von M. Stein
"Muss ich heute in den Kindergarten? - Nein, ich will aber heute nicht!" - Dieser Satz ist nicht, wie von uns Eltern vermutet, beim Wechsel unseres Sohnes in die Schule mitgenommen worden. H. hat uns vom Tag der Einschulung in die Sonnenklasse das Gefühl vermittelt, dass er dort genau richtig ist.

Viele Jungs im gleichen Alter, ein Erzieher - ein Mann, der die "großen Jungs" gut versteht und sie ernst nimmt, trotzdem aber im liebevollen Umgang die nötige Sicherheit und Geborgenheit bietet.

Für H. war es die ideale Mischung um einen großen Zuwachs an Vertrauen in die Umwelt und an Selbstbewusstsein zu erfahren. Mamas's Rockzipfel war immer öfter zu entbehren und schon im zweiten Halbjahr hieß es eines Morgens: "Heute brauchst du mir nicht zu winken; du kannst einfach gehen." Dabei blieb es.

Arbeiten wie Zimmer aufräumen, Tisch decken und abräumen gingen leichter von der Hand bzw. wurden teilweise mit Begeisterung zu Hause vorgeführt und durch einräumen des schmutzigen Geschirrs in den Geschirrspüler ergänzt.

Mit Freunden zu spielen ist für H. sehr wichtig, dafür gab es von Herr Knabe und Frau G. immer viel Zeit, vor allem draußen. Auch die aktuellen Spielinteressen durften immer mit in die Klasse gebracht werden: die Ritter- und Cowboy-Figuren, die Hot Wheels, der Fußball, die Angel usw.
Begeistert wurde mit Herr Knabe getan, was Jungs lieben: gebaut, genagelt, gesägt, Holz gehackt, Zement angemischt, geangelt, Feuer im Lehmofen entzündet, Fußball gespielt und vieles mehr.

Frau G. trägt die weiblichen und auch mütterlichen Energien in die Klasse. Diese wirken kraftvoll im Hintergrund und komplettieren Herr Knabe und die Kinder zur harmonischen Einheit als Sonnenklasse.

Schlafenszeit - für Henri aus Kindergartenzeiten ein sogenanntes "rotes Tuch" - wird von Frau G. schnell relativiert. Es gibt schon bald keinen Protest, ja sogar keine Reaktion mehr, wenn er ein "Schlafkind" ist. Die Geschichte vom Jim Knopf und Lukas dem Lokomotivführer ist besonders gut angekommen. Auf ihre Matten und auch an Frau G. gekuschelt, genießen die Kinder, der Geschichte lauschend, ihre Ruhezeit.

Als Ergebnis empfanden wir, dass H. immer sehr ausgeglichen und aufgeräumt nach Hause gekommen ist. Ich selbst habe bei meiner Hospitation in der Sonnenklasse ganz viel Frieden gespürt. (Frieden = man ist zu frieden = man ist bei sich, in seiner Mitte.) Besonders im freien Spiel der Kinder draußen hat sich das friedliche Gefühl weit ausgebreitet.

Am Ende des Schuljahres steht ein selbstbewusster "großer" H. vor seinen Eltern. Sozialisiert und integriert in die Schulgemeinschaft freut er sich nun, in die 1. Klasse eingeschult zu werden.

Vielen Dank an zwei wunderbare Erzieher!

Familie Naporra / Stein Fenster schließen Hauptseite