Was ist das Adventsgärtlein?
Das
Adventsgärtchen oder
Adventsgärtlein ist ein kleines Fest, welches in
vielen
anthroposophischen Einrichtungen (z.B. Waldorfschulen und
Waldorfkindergärten) zum Beginn der Adventszeit gefeiert wird.
Download: Adventsgärtchen-Checkliste für Erzieher
Alte
anthroposophische Schriften (zum Beispiel Ita-Wegman-Fonds-Blatt 1944)
beschreiben die ersten Adventgärtlein in der heute so weit
verbreiteten Form im
Jahre 1925 auf dem Sonnenhof in Arlesheim/CH. Dort wurde erstmals
für
seelenpflegebedürftige Kinder ein kleiner Garten aus Moos- und
Tannenzweigen
bereitet, und mit Kristallen und Schönem aus der Natur
geschmückt. In der Mitte
leuchtete eine große Kerze, und zu diesem Licht gingen nun
nacheinander die
Kinder, zündeten ihre eigene Kerze an, und erleuchteten damit
nach und nach den
ganzen Garten.
Oft ist das Adventsgärtchen als große, raumfüllende Spirale aus Tannenzweigen aufgebaut. Das Adventsgärtlein gibt ein Bild für die kindliche Biographie: das Suchen eines Lichts auf dem Lebensweg, und mit diesem Licht die Umgebung für alle anderen mit zu erhellen - mehr braucht man dazu nicht zu erklären: das Adventsgärtlein ist eines der ganz wenigen Feste, welche sich vollkommen selbst erklären. Für Eltern und Pädagogen ist es wunderschön zu sehen, WIE jedes Kind seinen Weg durch sein Leben geht. Sehr verschieden, verträumt oder aufgeregt, kommen die Kinder, um ihr Apfel-Licht zu empfangen. Langsam oder schnell gehen sie zur Kerze ins Zentrum. Einige sehen nur das Ziel, andere schauen sich alles staunend an: die einzelnen Steine, das Moos und die schon vorhandenen Kerzen. Wieder andere tragen ihr Licht so andächtig, daß sie fast vergessen, es am Schluß hinzustellen.
Wer das Adventsgärtlein einmal erlebt hat, wird es als besinnlichen Moment lange in Erinnerung behalten.
Sebastian Knabe.
Download: Adventsgärtchen-Checkliste für Erzieher
Andere Beschreibungen:
Adventsgärtlein im Waldkindergarten Ranunkel
Adventsgärtlein auf kindergarten-ideen.de
Adventgärtlein im Waldorfkinderhaus Herne
Adventgärtlein der Kölner Quäker