Die Schulreife
Schulreife - gibt es das noch? Schulreife ist der Entwicklungsstand des Kindes, welchen es zum Besuch der ersten Klasse erreicht haben sollte. Heute wird dieser Begriff in der Bildungspolitik gemieden, denn die Anpassungsfähigkeit der Schule an ihre Schüler soll postuliert werden - da ist die Reife eines Kindes zweitrangig.
Bei unseren ganz verschiedenen Schulformen war die Schulreife sowieso ein Katalog immer neuer und ganz unterschiedliche Erwartungen, welche an ein Kind gestellt wurden.
Schulreife-Definition:
"Schulreife ist der Gesamtzustand verschiedener Fähigkeiten eines Kindes, den es für eine erfolgreichen Eintritt in die erste Klasse erreicht haben sollte." Mehr: weitere Definitionen
Nur in der Waldorfpädagogik gibt es für die Schulreife des Kindes deutschlandweit eine einheitliche Vorstellung. Sie beruht auf dem Verständnis, daß sich Kinder in ihrem eigenen Tempo entwickeln. Die Schulreife aus Sicht der Waldorfschule ist darum nicht allein mit dem Erreichen einer bestimmten Altersgrenze gegeben. Sie hat inzwischen wenig mit dem Eintritt in die Schule zu tun, sondern vielmehr mit den dort angewendeten Lernmethoden. Kinder in den Eingangsklassen erhalten beispeilsweise Unterricht, der Ihnen viel Zeit läßt, zunächst ihre körperlichen Fähigkeiten auszubilden und die notwendigen seelischen Kompetenzen für den Eintritt in die erste Klasse zu erwerben.
Ihr Sebastian Knabe